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Station - 6 -
Weiches Wasser bricht den Stein
Der Frost zerkleinert ...Der dominante natürliche Prozess, der kompaktes Gestein in mitteleuropäischen Hochgebirgen zerkleinern kann, beruht auf dem Phänomen der Frostsprengung. Regen- oder Schmelzwasser dringt dabei in meist zahlreich vorhandene Gesteinsklüfte ein und füllt diese aus. Beim anschliessenden Gefrieren dehnt sich das Wasser während des Überganges zu Eis um ca. 9 % aus. Dabei wirken Kräfte, die problemlos massive Felsen zum Bersten bringen können. Als Folge häufiger Frostwechsel sammeln sich deshalb unterhalb steiler Felswände oft erhebliche Mengen scharfkantiger Gesteinsbrocken in ausgedehnten Steinschlagschutthalden an. ... das Wasser transportiertNach anhaltenden und ergiebigen Niederschlägen oder während der Schneeschmelze werden diese Gesteine in kleinen Sturzbächen weitertransportiert und in der Regel mehrfach zwischendeponiert, bevor sie den Hauptabfluss – in unserem Beispiel die Lonza – erreichen. Auf ihrem Weg kollidieren sie permanent mit dem Felsgrund oder anderen Gesteinen, wodurch die scharfen Kanten und Ecken mit der Zeit zu weichen Rundungen umgearbeitet werden. Der «Zurundungsindex» gibt damit Hinweise über die Herkunft des Gerölls, denn – gleich widerstandsfähiges Material vorausgesetzt – je abgerundeter ein Stein ist, desto weiter und länger ist er in der Regel transportiert worden. Im Gerinne des Beichbaches finden sich Schutt und Geröll jeder Zurundungsstufe.
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