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Station - 11 -



Der Rückzug

090

1978er-Moräne

+ 399 m (Distanz zum Stand 2009)
2018 m ü.M.

--

Markante, halbkreisförmig gestaffelte Moränenwälle, die die ehemaligen Ausmasse des Langgletschers nachzeichnen, säumen den weiteren Weg.

Gleich einem riesigen Förderband transportiert der Gletscher unablässig Gesteine, die oberhalb von den umliegenden Talflanken auf ihn gelangt sind oder die er am Felsgrund selber gelöst hat, talabwärts.

Stagniert der Gletscher
über längere Zeit, werden diese Gesteine an den Rändern (Seitenmoränen) und der Front des Gletschers abgelagert (Satzendmoränen). Die Material­zusammensetzung ist meist sehr heterogen und umfasst sowohl grobe Felsblöcke von mehreren Kubikmetern Grösse als auch sandige Bereiche. Eine Schichtung ist kaum nachweisbar.

Stösst der Gletscher vor, kann er ältere Moränensysteme überfahren und das gesamte vorgelagerte Material wie eine «Bugwelle» vor sich herschieben (Stauchendmoräne). Da in diesen Prozess häufig vorher abgelagerte Gletscherbach­sedimente einbezogen werden, ist der Anteil des Feinmate­rials deutlich höher als bei den Satzendmoränen.

Schmilzt der Gletscher kontinuierlich zurück, bildet sich kein Moränenwall, sondern das mitgeführte Material wird recht unauffällig als horizontale Deckschicht im Gletschervorfeld deponiert (Grundmoräne). Durch die unruhige Oberfläche bilden sich oft in kleinen Vertiefungen Tümpel und kleine Seen, die sich langsam mit dem feinsandigen Sediment der Gletscherbäche füllen.


Station 5: 1850er-Moräne
+ 1841 m   (Distanz zum Stand 2009)
1908 m ü.M.

Station 9: 1933er-Moräne
+ 1074 m
1972 m ü.M.

Station 10: 1953er-Moräne
+ 628 m
2007 m ü.M.

Station 11: 1978er-Moräne
+ 399 m
2018 m ü.M.

Station 12: 1987er-Moräne
+ 322 m
2030 m ü.M.

Station 13: 1993er-Moräne
+ 108 m
2053 m ü.M.

 


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