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Station - 14 -Aus Eis wird Wasser
Achtung! Um einen Liter Eis zu schmelzen, benötigt man eine Energiemenge von 335 Kilojoule. Das ist vergleichbar mit dem Brennwert von ca. 1½ Schokoladentafeln! Die Wasserführung eines Gletscherbaches ist extremen Schwankungen unterworfen. Sie ist unmittelbar gekoppelt mit den jeweiligen Abschmelzraten des Gletschereises. Ganze Schmelzwasserbäche sammeln sich an heissen Tagen in Rinnen an der Gletscheroberfläche, um meist wenig später in tiefen Löchern oder Spalten zu verschwinden. In einem weitverzweigten Netz von Eisröhren fliesst es im Gletscher oder an dessen Felsbasis weiter zu Tale, um am Gletschertor schliesslich wieder das Tageslicht zu erblicken. Im Jahresverlauf ist die Winterperiode zwischen November und April grundsätzlich sehr abflussarm (Einzugsgebiet komplett gefroren). Die grossen Abflussspitzen werden dagegen während hochsommerlicher Temperaturen zwischen Juni und August erreicht.
Auffällige tageszeitliche Schwankungen der Wasserführung der Lonza treten sich zudem im Sommerhalbjahr auf. Je nach Distanz zum Gletscher erreicht der Wasserstand im Verlaufe des Nachmittages zyklisch seinen Höhepunkt. Bis zum kühlen Morgen geht der Abfluss dann mit abnehmender Schmelze wieder zurück. Im Winter, bei dauerhaften Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, ist dieser Effekt nicht wirksam.
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