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Station - 15 -

 

Und er bewegt sich doch ...

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Die Masse des Langgletschers
horizontal: 5,2 km Länge, 700 m maximale Breite
vertikal: 3178 m ü.M. (Lötschenlücke) bis 2060 m ü.M. (Gletschertor)


Ein Gletscher ist permanent in Bewegung

Einem riesigen Förderband gleich transportiert er ständig Schnee, Eis und Felsbrocken bergab. Die Fliessgeschwindigkeit des Eises variiert dabei zwischen 6 m pro Jahr im Zungen­bereich und bemerkenswerten 70 m pro Jahr (20 ­­cm/Tag) im Mittelteil. Damit schmilzt ein Eiskristall, das sich hoch oben in der Lötschenlücke auf die Reise begibt, erst nach etwa 200 Jahren an der Gletscherfront aus.

Im Nährgebiet des Gletschers sammelt sich im Jahresverlauf mehr Schnee durch Niederschlag oder Lawinen an, als im gleichen Zeitraum wegschmilzt. Der verbliebene Rest wird unter dem Druck der darüber lagernden Schneemassen langsam komprimiert. Damit 1 m Gletschereis entstehen kann, müssen ca. 9 m pulvriger Neuschnee fallen.

Durch die Bewegung des Gletschers verlagert sich die Eismasse langsam in das Zehrgebiet, wo der Gletscher permanent an Dicke verliert. Nur bei einem ausgeglichenen dynamischen Gleich­gewicht zwischen Massenzuwachs in der Höhe, Abfluss in Richtung Tal und Wiederaufschmelzen des Eises im Zungenbereich verändern sich die Gesamtausmasse des Gletschers nicht.

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(mit Klick auf das Bild wird es grösser dargestellt)

Mächtige Spaltensysteme überziehen den Lang- und Anengletscher. Sie können mit trügerischen Schneebrücken bedeckt sein und bis 30 m tief hinabreichen. Eine vollständige Bergsteigerausrüstung und alpine Erfahrung sind deshalb für jede Gletscherbegehung Voraussetzung.

 


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