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Station - 17 -


Die hängenden Gärten von Lötschen

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Von endlosen Tälern ...

In regelmässigen Abständen mündet eine Vielzahl kleiner Seiten­­täler in das Lötschental. Ihre Talböden treffen sich über­raschender­weise nicht auf gleicher Höhe mit dem des Haupttales, sondern sie streichen deutlich oberhalb der Lonza quasi ohne Fortsetzung in der Luft aus. Diese «Hängetäler» gehen auf die schwächere Erosionsleistung der kleineren Seitengletscher im Verhältnis zu der des grossen Zentralgletschers während der letzten Eiszeit zurück. Nach dem Rückschmelzen der Gletscher blieb eine auffällige Geländestufe erhalten, die heute meist mit kleinen Wasserfällen oder durch tief eingeschnittene Schluchten von den Seitenbächen überwunden wird.

... in farbenprächtigem Kleid

Die alpine Zwergstrauchheide ist ein Sammelbegriff für eine typische Pflanzengesellschaft unmittelbar an und oberhalb der Waldgrenze. Auf Felsriegeln, wo die Schneedecke im Winter aufgrund der hohen Winddynamik meist gering ist, hat sich die Heidelbeere optimal durch ein Abwerfen der Blätter im Herbst angepasst. Auch der Zwergwacholder und die Besenheide sind durch ihre kompakten, z.T. nadelförmigen Blätter sehr kälte­resistent und auch auf exponierten Standorten anzutreffen. Die farbenfroh blühende Rostblättrige Alpenrose kann dagegen längere Frostperioden nur unter einer isolierenden Schneedecke überstehen und wächst deshalb bevorzugt in Muldenlagen.

Die Zwergstrauchheide ist sehr anfällig gegen Viehverbiss. Weil bis vor wenigen Jahrzehnten diese Höhenstufe noch intensiv beweidet wurde, waren die Zwergsträucher zu Gunsten verschiedener Gräsergesellschaften zurückgedrängt. In jüngster Zeit liess die Alpnutzung allerdings deutlich nach und so erobern sie ihr ehemaliges Terrain langsam wieder zurück.

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