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Station - 20 -

«Landkarten», soweit das Auge reicht

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Berg- und Felsstürze haben sich nach der letzten Eiszeit gehäuft.

Nachdem sich die Gletscher aus den grossen Tälern zurückgezogen hatten, fehlte den glazial übersteilten Talflanken oftmals das stützende Widerlager.

Im Lötschental fördert die parallele Lage der geologischen Schichten zum Nordhang zusätzlich diesen Prozess. Unterhalb der Burstspitza hat sich ein ganzes Schichtpaket entlang einer Schichtgrenze gelöst und eine mächtige Sturzhalde aufgebaut. Die auffällige Grössensortierung geht darauf zurück, dass die schwereren Felsbrocken eine höhere Bewegungsenergie besitzen und damit erst später zur Ruhe kommen als die kleineren Trümmer.

Symbiose als Wettbewerbsvorteil

Die Landkartenflechte besiedelt als erste schon nach wenigen Jahren selbst frisch angebrochene Felsenflächen. Als Lebensgemeinschaft (Symbiose) aus einem Pilz und einer Alge ist sie in der Lage, selbst Extremstandorte zu besiedeln. Die Pilze erhalten in einer Flechtensymbiose die lebensnotwendigen Nährstoffe durch Photosynthese in der Alge, während sie ihr im Gegenzug Schutz vor Sonnenstrahlung, Wasserverlust und Tierverbiss bieten.

Die Landkartenflechte wächst nur sehr langsam. Abhängig vom Klima breitet sich die Flechte pro Jahr zwischen 0,25 und 0,6 mm im Radius aus. Durch ihr hohes maximales Lebensalter von etwa 1000 Jahren kann die Grösse der Landkartenflechte als Hinweis zur Datierung von verschiedenen Ereignissen wie z.B. Felsstürzen, Gletscherständen etc. verwendet werden (Lichenometrie).

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(mit Klick auf das Bild wird es grösser dargestellt)


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