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Station - 23 -Alpwirtschaft «im Sturzflug»
Bis vor wenigen Jahrzehnten lebten die Lötschentaler Bergbauern ein halbnomadisches Leben. Für mehrere Monate verlegten sie jeden Sommer ihren Wohnsitz aus dem Dorf in die hochgelegene Alpsiedlung, um auf den ausgedehnten Weiden unterhalb der Gletscher das Vieh zu sömmern und Käse zu produzieren. Damit die Alp nachhaltig genutzt werden konnte, besass jede Familie als Mitglied einer Alpgenossenschaft eine bestimmte Anzahl von Kuhrechten auf der Alp, die sogenannten «Stösse». Allerdings geht je nach Alter und Art eine unterschiedliche ökologische Belastung vom Vieh aus, sodass ein verbindlicher Bewertungsmassstab existieren musste. So konnte ein «Stoss» entweder für eine Milchkuh verwendet werden, diese aber auch zum Beispiel durch sechs Schafe oder Ziegen ersetzt werden. Die Gesamtbestossungszahl von 137 als oberste Nutzungsgrenze hat sich auf der Gletscheralp seit vielen hundert Jahren bewährt und ist bis heute unverändert geblieben. Mit modernen Lebensformen verschwand die AlpwirtschaftAls ab 1960 die Lötschentaler zunehmend alternativen Erwerbstätigkeiten in Industrie und Tourismus nachgingen, mussten umgekehrt gleichzeitig die arbeitsintensiven Tätigkeiten in der traditionellen Selbstversorgungslandwirtschaft aufgegeben werden. Schnell verschwanden die goldgelben Kornäcker vollständig aus dem Tal, und die Milchkühe wurden im besten Falle durch die anspruchslosere Schafhaltung ersetzt. Das Weidepotenzial der Gletscheralp ist heute nur noch zu 20 % genutzt, und die einfachen Alphütten sind innen längst zu modernen Feriendomizilen umgebaut worden. Welche Konsequenzen diese Entwicklung langfristig haben wird, ist nur schwer vorhersagbar.
Sicher ist allerdings, dass es gegenseitiges Verständnis und Entgegenkommen brauchen wird, um die verschiedenen Ansprüche von Einheimischen und Touristen, von Jägern und Bergsportlern, Natur- und Kulturlandschaftsschützern sowie anderer Interessengruppen an einem landschaftlichen Kleinod wie dem Vorfeld des Langgletschers miteinander dauerhaft in Einklang zu bringen.
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Wir danken für die freundliche Unterstützung:
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| Einsprache Bewirtschaftungs- arrondierung |
| Die Ingenieurgemeinschaft Marugg + Bruni AG Chur und Bumann-Bonvin AG Visp... |
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| Entscheid Bewirtschaftungs- arrondierung |
| Die Ingenieurgemeinschaft Ackermann + Wernli AG, Rudaz + Partner AG ... |
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| Eröffnung Orientierungszone Ferden |
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